Südost Anatolien

1. Tag: DEUTSCHLAND – DIYARBAKIR

Flug nach Diyarbakir (über Istanbul). Ankunft in Diyarbakir. Abendessen, Übernachtung.

2. Tag: DIYARBAKIR – HASANKEYF - MIDYAT

Nach dem Frühstück beginnen wir mit unserer Besichtigung in Diyarbakir. Erste Begegnung mit den Kurden erleben Sie hier. Wir besuchen die gewaltigen Stadtmauer, die Ulu Moschee, eine armenische Kirche und eine aramäische Kirche. Diyarbakir ist Treffpunkt der Kulturen und Religionen. Unter der Oströmischen Herrschaft lebten hier Christen. Nach der Eroberung von den Arabern im 7. Jh. gewann die Stadt eine Multikulturelle Eigenschaft. Die Menschen, die gegenüber dem Oströmischen Reich immer in der Opposition waren, wählten die Religion der neuen Eroberer. Auf diese Weise verbreitete sich der Islam in der Stadt sehr schnell. Die aramäische und armenische Bevölkerung blieben Christen, aber die arabische und kurdische Bevölkerung bekehrten sich zum Islam. Die Besichtigung in Diyarbakir werden Sie auch sehr interessant finden. Nach dem Mittagessen Fahren wir nach Hasankeyf am Tigris. Diese Stadt wird unter Wasser bleiben, weil hier ein Staudamm gebaut wird. Wir besichtigen die kleine Altstadt, Höhlenwohnungen und die Zitadelle von Hasankeyf. Gegen Abend fahren wir nach Midyat. Abendessen, Übernachtung in Midyat. Tagesetappe ca. 170 km.

3. Tag: MIDYAT – MOR GABRIEL - ARAMÄISCHE DÖRFER

Heute begeben wir uns in eine magische Welt. Besichtigung des jakobitischen Klosters Mor Gabriel. Anschließend Begegnung mit den Aramäern in den Dörfern Enhil und Kafro. Hier läuft ein Rückkehrprojekt für die ehemaligen Bewohner des Ortes, die heute in Europa leben. Unser Mittagessen werden wir mit den Bewohnern des Dorfes zusammen einnehmen. Gegen Abend kommen wir in Midyat an, und bummeln durch die malerischen Gassen. Midyat ist der Treffpunkt des Christentums und des Islams. Zahlreiche Kirchen und Moscheen stehen seit über 1000 Jahren hier beieinander. Wer möchte, kann hier in einer jakobitischen Kirche am Abendgebet teilnehmen und die Rituale erleben. Abendessen, Übernachtung in Midyat. Tagesetappe ca. 70 km.

4. Tag: MIDYAT – HAH – MARDIN

Vormittag besuchen wir die Kloster-Kirche Hah. Ihre einmalige architektonische Gestalt mit quadratischem Grundriss und Zentralkuppel sieht man sonst nirgendwo. Hah war früher Bischofssitz. Die Fahrt geht weiter nach Mardin. Nach dem Mittagessen besuchen wir das Zafaran Kloster in Mardin, das seit über 1500 Jahren immer weiter- und umgebaut wurde. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung im Orientbasar in Mardin. Hier fühlen Sie sich wie im Mittelalter. Abendessen, Übernachtung in Mardin. Tagesetappe ca. 140 km.

5.Tag: MARDIN – URFA

Nach dem Frühstück fahren wir nach Urfa im biblischen Gebiet Harran. Nach den Überlieferungen wurde Abraham in Urfa Geboren. Harran wird im Alten Testament erwähnt. Kurz vor Urfa machen wir eine Reise zu einem Zeitraum etwa 11000 Jahre vor unserer Zeit. Die Ausgrabungen und Entdeckungen von Prof. Klaus Schmidt lassen darauf schliessen das hier Jäger und Sammler ihren ersten Tempel gebaut haben. Vermutlich wurde dieses Gebiet damals „ Garten Eden“ genannt. Nach einer interessanten Besichtigung des Ausgrabungsgeländes fahren wir weiter nach Urfa. Zu Mittag essen wir am Teich mit den Heiligen Karpfen. Sie werden hier eine bildhafte Legende hören. Nach der Besichtigung der Zitadelle können Sie den Handwerkerbasar von Urfa genießen. Abendessen, Übernachtung in Urfa. Tagesetappe ca. 200 km.

6. Tag: URFA – NEMRUT BERG – URFA

Heute machen wir einen Tagesausflug zum Nemrut Berg, unsere Fahrt führt uns am Atatürk Staudamm entlang, auch werden wir eine kurze Pause einlegen, damit Sie die Möglichkeit haben diesen Staudamm näher zu sehen. Auf dem Nemrut Berg besuchen wir die imposanten Statuen der Götter und Könige von Komagene. Die Könige von Komagene haben mit Ihren Monumentgräbern die Unsterblichkeit erreicht. Besonders bewundern wir hier das Mausoleum von Antiochus I. unter dem Schotterstein. Große Statuen, Skulpturen sind seit über 2.000 Jahren trotz Kälte, trotz Wärme, trotz Zerstörungen durch Menschen Hand bis heute noch sehr gut erhalten geblieben. Heute ruhen die herabgefallenen Steinhäupter am Boden, blicken in die steinige Berglandschaft und lassen die Bedeutung erahnen, die diese Region im Spannungsfeld des hellenistischen und persischen Einflussbereichs hatte. Eine Kombination zwischen griechischer und persischer Kunst und Denkweise erleben Sie . Auf einer Seite fühlen Sie Spuren der Hellenistischen Welt und auf der anderen Seite bewundern Sie die Anpassung des Baustils des Orients an den Okzident. Im Nemrut Nationalpark sehen Sie noch weitere Sehenswürdigkeiten des Komagene Königreiches. Wir besuchen Arsamaia am Nymphaios und das Karakus Grabmal. Während Sie über die Sabinas Brücke (Cendere Brücke) gehen, sehen Sie die Spuren der Römer im Zweistromland. Rückkehr am Abend zum Hotel in Urfa. Abendessen, Übernachtung. Tagesetappe ca. 350 km.

7. Tag: URFA – GAZIANTEP

Nach dem Frühstück Fahren wir nach Gaziantep, dem boomenden Wirtschaftszentrum des Südostens. Unterwegs machen wir eine kurze Pause in Birecik am Euphrat. Hier nisten die vom Aussterben bedrohten Waldrappen / Waldibis in einem Reservat. Diese Vögel lebten früher auch in den Alpen. Aber heute sieht man sie nur hier am Euphrat und im Nildelta. Nach der Mittagspause in Gaziantep besuchen wir das größte Mosaikmuseum der Welt. Bis jetzt wurde 1500 qm von über 2500 qm Mosaiktafeln ausgestellt. Während wir die Mosaiken sehen, machen wir eine lebhafte Reise zu mythologischen Erzählungen. Einziger Bau aus der Römischen Zeit in der Stadt ist die Festung von Gaziantep. Rund um die Festung herum können Sie bei einem Bummel das Handarbeiterviertel der Stadt erkunden. Abendessen, Übernachtung in Gaziantep. Tagesetappe ca. 150 km.

8. Tag: GAZIANTEP - ANTAKYA

Heute fahren wir nach Antiochien (heute Antakya) am Orontes, welches zweimal in der Geschichte selbstständiger Staat war. Wir fahren durch eine Fruchtbare Ebene. Antakya ist eine multikulturelle Stadt. Hier leben viele Religionen und Konfessionen miteinander seit der Gründung der Stadt. Jeder ist mit seiner Persönlichkeit HERZLICH WILLKOMMEN… Die Juden, die Christen, die Moslems treffen sich immer an ihren guten und schlechten Tagen. Das fühlen Sie, während Sie durch die malerischen Gassen der Stadt spazieren gehen. Wir besichtigen erst die Petrusgrotte. Die Stadt spielte für die biblische Geschichte auch eine große Rolle. Apostel Paulus begann mit seinen Missionsreisen immer von Antakya. Petrus Grottenkirche wird als erste Kirche der Christenheit angenommen. Zu Mittag sind wir zum Essen bei einer Musikerin, eine Botschafterin der Liebe zwischen den Menschen. Wir besuchen eine katholische Kirche, eine Synagoge und eine Moschee. Das Mosaikmuseum von Antakya ist nicht so groß wie in Gaziantep. Wir sehen hier auch schöne Mosaiken. Am Spätnachmittag haben Sie die Zeit in der Stadt zur freien Verfügung. Nach dem Abendessen sind wir von einer Familie zum Tee eingeladen. Abendessen, Übernachtung in Antakya

9. Tag: ANTAKYA

Heute fahren wir zu der biblischen Stadt Seleucia am Orontes. Wir besichtigen hier den Titus Tunnel und die Felsengräber. Dann machen wir eine Reise zum Gebiet eines Romans, „40 Tage des Musa Dag“. Anschließend besuchen wir das einzige armenische Dorf in der Türkei. Zu Mittag essen wir im Garten der Kirche. Sie können sich mit den armenischen Bewohner des Dorfes unterhalten. Am Nachmittag haben wir Möglichkeit im Mittelmeer zu baden. Abendessen, Übernachtung in Antakya.

10. Tag: HATAY – DEUTSCHLAND

Nach dem Frühstück verlassen wir unser Hotel und fahren zum Flughafen Hatay. Rückflug.

Leistungen

  • Linienflug nach Diyarbakir über Istanbul und zurück von Adana.
  • Örtl. Transfers: Flughafen - Hotel - Flughafen
  • Fahrt im klimatisierten Reisebus
  • Verpflegung: Halb Pension
  • Unterkunft in guten Mittelklasse Hotels. * Alle Zimmer Bad/WC oder Du/WC
  • Fachkundige, deutschsprechende Reiseführung.
  • Änderungen des Reiseverlaufs so wie Programmpunkte vorbehalten

Preis: ab 1.490 € für eine Person im Doppelzimmer / 270 € für Einzelzimmerzuschlag